Donnerstag, 18. Februar 2010

Aus Citibank wird Targobank – neuer Glanz in alter Hütte?

Hmm, dieser Name klingt ein bisschen gewöhnungsbedürftig– nach einer eigenwilligen Mischung aus einem südamerikanischen Tanz, einem Sportwagen aus Stuttgart Zuffenhausen, einer knappen Unterhose für Damen und dem englischen Wort „target“, zu deutsch „Ziel“. Aus der Citibank Deutschland wird ab dem 22. Februar die Targobank.
Da Finanzdienstleister nicht einfach aus Spaß an der Freude mal eben ihren gut eingeführten Markennamen aufgeben, gibt es für diesen Schritt natürlich einen wichtigen Grund: Seit Dezember 2008 gehört die Ciibank Deutschland nicht mehr zur US-Citigroup, sondern zur französischen Genossenschaftsbank Crédit Mutuel, der zweitgrößten Privatkundenbank Frankreichs. Daher wurde der neue Name nötig. Ein stilisiertes Strichmännchen im Logo soll Sympathie für die alte-neue Bank erwecken, gleiches gilt für die Kicker von Bundesligist Werder Bremen, die bis Ende der Bundesligasaison 2010/2011 Trikotwerbung für die Bank machen.

Vielleicht ist man aber auch bei der Citibank Deutschland ganz froh über den neuen Namen. Denn das Image der Bank hatte speziell in den vergangenen beiden Jahren darunter gelitten, dass die Bank zu den Hauptverkäufern von Zertifikaten der pleite gegangenen Lehman Brother in Deutschland gezählt hatte. Seitdem die Citibank Deutschland eine neue Mutter hat, bemüht sie sich allerdings um mehr Transparenz und Kulanz gegenüber geschädigten Kunden. Wie bei Namensänderungen von Finanzdienstleistern üblich, verpricht auch die Targobank, in Zukunft noch leistungsfähiger und kundenfreundlicher zu sein. So möchte sie „Banking einfach und klar machen“ machen und will auf weniger, dafür transparentere Produkte setzen. Man darf also gespannt sein, ob das Institut die Versprechungen einlöst oder sie sich doch nur als hohle Phrase entpuppen.

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