Donnerstag, 28. Oktober 2010

Online-Suchmaschinen sind nicht immer unabhängig

Internetportale zum Preisvergleich sind ein Segen. Mit wenigen Klicks weiß man, wer ein Produkt gerade besonders günstig offeriert. Auch Kapitalanleger könnten im Internet Preise vergleichen. Vertrauen sollte man aber nur Portalen, die wirklich unabhängig sind.

Ansonsten ist das Risiko groß, dass man nicht beim günstigsten Anbieter kauft. Das kann Verbrauchern beim Shopping ebenso wie Anlegern beim neuen Portal mehr-rendite.de passieren. Die Idee, Anlegern Papiere zu zeigen, die mehr Rendite als herkömmliche Anleihen am Kapitalmarkt bieten, ist exzellent. Nicht gut ist dagegen: Die Auswahl ist eingeschränkt. Auf mehr-rendite.de werden nur die Papiere von wenigen Anbietern angezeigt.

In der Beschreibung heißt es lediglich, dass die Emissionen von renommierten Banken stammen. Im Moment sind das BNP Paribas, Deutsche Bank, Citi und Goldman Sachs. Am Derivatemarkt warten jedoch rund 30 Emittenten mit Produkten für Privatanleger auf. Daher kann es schnell passieren, dass ein anderer Anbieter bessere Konditionen für ein vergleichbares Papier bietet.

Doch wie erkennt man die Unabhängigen? Zum einen gilt, je mehr Produktanbieter vorhanden sind, desto besser. Findet sich im Kleingedruckten ein Passus, der beispielsweise darauf hindeutet, dass man die Produkte renommierter Adressen vergleicht, sollte man vorsichtig sein. Ebenso, wenn gar keine Werbung auf einer Seite auftaucht. Das lässt vermuten, dass andere Finanzierungsquellen existieren.

Hilfreich beim Check der Unabhängigkeit ist auch das Angebot mit den Produkten auf anderen Internet-Seiten zu vergleichen. Schwierig ist das teilweise bei neuen Seiten wie bei mehr-rendite.de. Findige Experten suchen diese Produkte in den Analysetools von onvista, finanztreff.de oder boerse-online.de.

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