Mittwoch, 5. Januar 2011

Mein Lieblingsinvestment für 2011: Euro-Call

Es mag für den einen oder anderen paradox klingen, doch ich setze auf eine Mittelfrist-Strategie mit hochspekulativen Optionsscheinen. Und zwar auf einen Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar.

Der Greenback ist die Schwachwährung Nummer eins – und wird es meiner Meinung nach auch in Zukunft bleiben. Auf Sicht von zwei bis drei Jahren sollte es sich daher auszahlen, einen kleinen, aber wirklich nur kleinen, spekulativen Bestand an Euro-Dollar-Scheinen ins Depot zu legen. Damit setzen Anleger auf einen steigenden Euro gegenüber dem US-Dollar.

Kurzfristig können Ratingherabstufungen oder Liquiditätsprobleme der PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) zwar immer wieder für Störfeuer sorgen und den Euro schwächen, doch mittel- und langfristig dürfte der Euro gegenüber dem Dollar weiter an Wert gewinnen. Denn die konjunkturellen und strukturellen Probleme in den USA sind weitaus größer als in Euroland. Und seit die US-Notenbank mit ihrem „Quantitative Easing“ die Liquiditätsschleuse geöffnet hat und massiv Geld in den Markt pumpt, ist klar, dass dies den Außenwert der Währung schwächt.

Gut geeignet für den Aufbau einer strategischen Position ist der bis Mitte 2013 laufende Euro-Call von Goldman Sachs (WKN: GS23ZR) mit einer Basis von 1,30 Dollar je Euro. Aktuell kostet der Schein knapp zehn Euro und weist einen theoretischen Hebel von 6,1 auf. Mit dem Papier partizipieren Anleger überdurchschnittlich von einer Abschwächung des Dollars gegenüber dem Euro, gehen aber auch ein erhöhtes Risiko ein. Sollte diese nämlich nicht eintreten, droht der Totalverlust. Da Optionsscheine hochspekulativ sind, eignen sie sich nur für äußerst risikobewusste Anleger und sollten nur als Depotbeimischung eingesetzt werden.

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