Mittwoch, 9. Februar 2011

Faul sein ist "in"!

Gleich vorweg: Ich bin ein fauler Mensch, zumindest heute. Schon daher fasse ich den Blog ganz kurz. Und egal ob Sie faul sind oder nicht, sollten Sie wissen: Faule Arbeitnehmer sind „in“, Workaholics sind „out“.

Auch Börsianer können faul sein. Die „Faulen“ arbeiten an der Sache und zielorientiert – sie wollen das Büro ja schnell wieder verlassen. Dafür muss man sich nicht schämen. Das soll auch nicht heißen, dass die „Faulen“ schlecht sind, sie arbeiten nur effizienter. Workaholics und Angsthasen diskutieren dagegen in langen Konferenzen und verstecken sich hinter Businessplänen statt eigene Visionen zu entwickeln – alles Krankheiten vieler Großkonzerne.

Faul gekürzt sind das die Thesen des Buchs „Rework: business – intelligent & einfach“ von Jason Fried und David Hansson, das im Herbst auch in deutscher Sprache erschienen ist. Für die „Faulen“ gibt es hier gleich den Link oder mehr Infos. Auch Anleger können sich einige Thesen zunutze machen und bei der Auswahl ihrer Wertpapiere berücksichtigen. Sie sollten mit gesundem Menschenverstand an der Börse agieren und am besten auf Unternehmen setzen, von deren Produkten sie überzeugt sind. Bevorzugt auf Firmen, die faule Mitarbeiter mit klaren Visionen beschäftigen. Faul sein heißt beispielsweise auch, den guten alten Ansätzen von Altmeister André Kostolany zu folgen und Papiere zu kaufen und liegenzulassen, statt viel hin und her zu traden. (Natürlich taugt das nicht für diejenigen, die das Trading als Hobby oder Leidenschaft betrachten.)

Faul sein heißt auch, aus den Fehlern schnell zu lernen und Verlusten nicht zu lange nachzutrauern. Faul sein kann auch, wer seine Orders mit Trailing Stops versieht, damit er nicht beständig die Kurse verfolgen muss um an der Börse effizient zu agieren. Faul kann auch sein, wer sein Geld in kostengünstige Produkte wie ETFs investiert und sich nicht mit mickerigen Zinsen auf dem Festgeldkonto zufrieden gibt.

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