Montag, 4. April 2011

Maschinenbauaktien bleiben attraktiv

Krise? Welche Krise? Während sich die Welt um die Folgen der Katastrophe in Japan, des Kriegs in Lybien und die Folgen der steigenden Inflation sorgt, jubelt die Maschinenbaubranche. Der Gesamtverband VDMA erhöhte seine Prognose für das laufende Jahr. Um 14 statt um wie bisher erwartet zehn Prozent soll die Produktion steigen.

Denn das Jahr 2011 hat derartig gut begonnen, dass nun viel passieren müsste, um das noch zu bremsen. Allein im Februar stiegen die Auftragseingänge um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert - das sichert die Produktion zum Teil auf Monate. Zwar bleibt die Branche damit noch unter dem Niveau von 2008 - doch auch die Aktienkurse der Unternehmen haben überwiegend ihre alten Höchststände noch nicht erreicht.

Und die Aussichten sind auch längerfristig glänzend: Die Folgen der japanischen Katastrophe könnten dem Maschinenbau zusätzliche Aufträge in die Bücher schwemmen. Zum einen, weil Japan tatsächlich ein guter Kunde ist: rund 9,4 Prozent der Exporte der Branche gehen dorthin. Beim Wiederaufbau werden deutsche Unternehmen also dabei sein.

Zum anderen wird die Atomdiskussion für unverhoffte Nachfrage sorgen: Wenn sich Deutschland einen neuen Energiemix verpasst, werden immense Gelder in neue Anlagen, Leitungen und alternative Energien fließen. Und bauen wird das neue Equipment vorrangig der deutsche Maschinenbau. Das dürfte über Jahre für gute Geschäfte und anhaltenden Jubel sorgen.

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