Montag, 10. März 2014

Die Schuldenprobleme sind alles andere als gelöst

Zu viele private und öffentliche Schulden haben die Finanzkrise und auch die Eurokrise verursacht - da sind sich die Experten einig. Seither kämpfen ganze Länder mit heftigen Sparprogrammen, und Sparer müssen mit Minizinsen leben, die den Schuldner den Abbau ihrer Verbindlichkeiten leichter machen sollen. Vergebens - wie neue Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zeigen.

Die Summe der ausstehenden Schuldentitel hat sich nach den Daten der BIZ seit Beginn der Finanzkrise nämlich keineswegs verringert. Im Gegenteil: Sie ist dramatisch angestiegen: Von 70 Billionen Dollar im Jahr 2007 auf heute rund 100 Billionen Dollar.

Zwar ist es wahrscheinlich, dass ein Teil der globalen Schulden öffentlicher und privater Kreditnehmer von Bankschulden auf Anleihen umgeschichtet wurde - immerhin mussten viele der angeschlagenen Banken notgedrungen eine restriktive Kreditpolitik verfolgt. Dennoch ist klar: Bislang ist das globale Schuldenproblem noch nicht gelöst.

Dazu trägt wohl auch die Geldpolitik bei, die Sparen unwirtschaftlich und Schulden höchst attraktiv macht. Den realen Schuldenberg verringern könnte da nur eine kräftige Inflation. Doch davon ist derzeit nichts in Sicht. Im Gegenteil, immer mehr Experten warnen sogar vor deflationären Tendenzen, also fallenden Lebenshaltungskosten.

Weil aber jeder Versuch, die Schulden durch mehr Sparen abzubauen, die Wirtschaft dämpft, wird die Politik wohl bei den Rezepten der vergangenen Jahre bleiben. Weiter so also, auch in Sachen mehr Verschuldung für die Welt.

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