Donnerstag, 13. März 2014

Gefahr des Millionenverlusts

Die Horrorvorstellung: Statt der erwarteten 0,03 Euro stehen plötzlich 999,99 Euro auf dem Bildschirm. Nur ein paar hundert Euro wollte ein erfahrener Trader in einen Put investieren und auf fallende Kurse setzen, doch beim Kurs von 999,99 Euro würden dem Konto knapp zehn Millionen belastet.

"Was wäre gewesen, wenn ich aus Versehen (man hat ja nur 5 Sekunden Zeit um sich zu entscheiden und oft geht das im Affekt, da man den Kurs ja vorher gecheckt hat) die Order ausgeführt hätte? Wäre ich dann Pleite?", fragt finanzjournalisten.de-Blogleser S. 

Auf Brokerseite heißt es, theoretisch könne das passieren, das sei abhängig vom System. Die Onlinebroker haben Sicherungssysteme eingebaut, um derartige Ausführungen zu verhindern. Daher wird die Höhe des Ordervolumens automatisch überprüft. Ist nicht genügend Geld auf dem Kundenkonto, wird der Auftrag nicht ausgeführt. 

Teilweise wird zur Berechnung des Auftragswerts der letzte Kurs herangezogen - in unserem Fall also 0,03 Euro - und im außerbörslichen Handel können zudem die Kontrollmechanismen abweichen. Die Sicherung sei von Haus zu Haus verschieden und zudem vom System abhängig, über das der Auftrag gehandelt werde, so ein Brokermitarbeiter. 

Würde der Kunde aber tatsächlich aus Versehen die Order erteilen und den Millionenbetrag handeln, bleibt ihn ein Ausweg: Er kann einen Misstrade-Antrag stellen. Wird dieser sofort eingereicht, storniert der Emittent den Auftrag. 

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