Montag, 5. Mai 2014

Live aus Omaha: Warren Buffett glaubt an die US-Börse

In den vergangenen Monaten konnte man im Internet immer wieder lesen, dass Warren Buffett sein Portfolio auf einen möglichen Crash an den US-Börsen vorbereitet. Immerhin hat er einige große Aktienpakete verkauft. Doch der Eindruck trübt.

Denn die Verkäufe waren meldepflichtig. Was immer er dagegen an Aktien gekauft hat, waren aber wohl kleinere Positionen. Netto – so sagte mir ein enger Vertrauter von Buffett am Rande der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway – hat das Unternehmen sein Portfolio an US-Aktien in den vergangenen Monaten sogar ausgebaut.

Und Buffett selbst erklärte auf der Hauptversammlung (HV) auf eine entsprechende Frage, dass es zwar nach wie vor ungewöhnliche Zeiten an den Finanzmärkten seien, er aber keine Blase am Aktienmarkt erkennen könne. Auf der HV gab es ansonsten für Buffett-Kenner wenig Überraschendes zu hören. Warren Buffett bleibt sich und seiner Value-Strategie eben treu. Ein Antrag auf Dividenden wurde wie jedes Jahr abgelehnt und rund 40 000 Fans feierten ihren Meister wie eh und je.

Für all diejenigen, die über eine mögliche Nachfolgereglung für Buffett spekulieren, dürfte die Sache allerdings immer klarer werden. Neben den beiden Investoren Todd Combs und Ted Weschler, die ungewöhnlich großes Lob in der Hauptversammlung erhielten, pries Buffett vor allem den Manager Ajit Jain.

Jain verantwortet wichtige Teile des Versicherungsgeschäftes von Bershire und gilt als möglicher Nachfolger von Buffett als CEO. Für fast alle Positionen im Unternehmen gebe es Namen von potentiellen Nachfolgern, sagte Buffett. Die einzige Art aber Jain für das Unternehmen zu ersetzten, sei eine Inkarnation.

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