Dienstag, 6. Mai 2014

Trendwende in den Emerging Markets

Die professionellen Investoren wagen sich wieder in die Emerging Markets. Zum ersten Mal seit Oktober gehen sie in den Schwellenländern auf Einkaufstour - das belegt die neueste ETF-Statistik von BlackRock. Besonders spannend: Welche Märkte und ETFs die Profis bevorzugen.

Insgesamt flossen im April rund sechs Milliarden Dollar in börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf Schwellenländeraktien. Im März zogen die Investoren unter dem Strich noch Mittel ab, doch der Verkaufsdruck hatte nachgelassen. Das war die Trendwende - an den letzten sechs Tagen im März überwogen bereits die Käufe.

Im April setzte sich die Entwicklung fort – und wie am Beginn einer längerfristigen Entwicklung üblich,  kauften die Investoren vornehmlich marktbreite ETFs, sprich sie investieren weniger selektiv, sondern setzen auf globale Emerging-Markets-ETFs. Diese verbuchten 5,9 Milliarden Dollar Zuflüsse und in den marktbreiten Frontier-ETFs landeten knapp 200 Millionen Dollar. 

Besonders gefragt waren unter den Einzelmärkten Indien – die Wahlen stimmen die Investoren offensichtlich zuversichtlich: in Aktien-ETFs flossen 678 Millionen Dollar. Dahinter rangiert China mit Netto-Mittelzuflüssen von 268 Millionen und Russland mit 164 Millionen Dollar. Aus Südkorea (-859 Mio.), Mexiko (-226 Mio.) und Brasilien (-25 Mio.) sowie aus diversen Märkten (-426 Mio.) zogen die Investoren hingegen Gelder ab. 

Die ETP-Statistiken von BlackRock zeigen die Mittelzu- und –abflüsse von börsengehandelten Indexpapieren (Exchange Traded Products, kurz ETPs). Da ETPs aufgrund der geringen Transaktionskosten und der hohen Liquidität bei professionellen Investoren sehr beliebt sind, gelten die Marktstatistiken als guter Indikator für die Aktionen institutioneller Anleger.

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