Mittwoch, 15. Oktober 2014

Direktbanken – Kontoeröffnung wird leichter

Nach der ING-Diba und quirion führt auch die Deutsche Kreditbank (DKB) die Kontoeröffnung über ein Video-Legitimationsverfahren ein. Neukunden sparen sich den Gang zur Postfiliale – und können, nebenbei bemerkt, dazu beitragen, dass sich die Postschlangen verkürzen.

Nun muss man nicht mehr aus dem Haus gehen, um bei ING-Diba, quirion oder DKB Kunde zu werden. Das aufwändige Prozedere, sich mit seinem Personalausweis bewaffnet in die Schlange der nächsten Postfiliale zu stellen, entfällt.

Die Banken versprechen sich davon unter anderem niedrigere Kosten beim Eröffnungsverfahren (die Post arbeitet schließlich nicht umsonst für die Banken), aber insbesondere niedrigere Abbrecherquoten, da offenbar doch etliche Kunden zwar die Kontoeröffnung via Internet beginnen, dann aber die Legitimation nicht abschließen.

Bei der ING-Diba lässt sich derzeit nur das Tagesgeldkonto (genannt Extra-Konto) über das neue Verfahren eröffnen, bei der DKB nur das Girokonto „DKB Cash“ komplett; beide planen aber eine Ausweitung. Unterschreiben muss der Neukunde nichts mehr, alles Nötige wird im Internet durch Klicken und Häkchen-Setzen erledigt.

Die Kunden benötigen einen Rechner, Tablet oder Smartphone mit Webcam und Internetzugang – und müssen ihren Personalausweis oder Reisepass bereithalten. Für die Legitimation muss der Kunde seinen Ausweis in die Webcam halten, der wird dann technisch auf Echtheit geprüft.

Kleiner Haken: Nutzen können das Verfahren bei der DKB bislang nur deutsche Staatsbürger mit deutschem Wohnsitz, die Bank plant aber die Ausdehnung auf weitere Produkte und auch für Deutsche im Ausland. Bei der ING-Diba können Deutsche im Ausland das Verfahren nutzen.

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