Mittwoch, 1. Oktober 2014

Girocode soll Überweisungen erleichtern

Hand aufs Herz: Kennen Sie Ihre IBAN und Ihre BIC schon auswendig? Nein? Ich glaube, sie sind in guter Gesellschaft. Das lästige Abtippen von Überweisungsbelegen ist seit dem Sepa-Start im August, dem wir die längliche IBAN verdanken, nicht bequemer geworden. Abhilfe verspricht das Girocode-Verfahren.
Schluss mit dem Abtippen langer Zahlenreihen beim Überweisen von Rechnungen – dieses Versprechen macht das Girocode-Verfahren, das bislang Sparkassen und Volksbanken unterstützen. Die immer häufiger genutzten elektronischen Überweisungen per Smartphone sollen damit bequemer und schneller ausgeführt werden können.

Der GiroCode basiert auf dem quadratischen QR-Code, welcher schon oft auf Plakaten, Flyern, Anzeigen oder auch Produktverpackungen zu finden ist. Auf einer Rechnung aufgedruckt, kann der Code alle Zahlungsdaten wie Empfänger, IBAN, BIC, Zahlbetrag und Verwendungszweck enthalten. Wer eine solche Rechnung mit Girocode bekommt, kann künftig einfach den Code mit seinem Smartphone abfotografieren - und das Überweisungsformular im Mobile-Banking wird automatisch mit den Rechnungsdaten befüllt. Schreib- oder Ausfüllfehler sind damit passé.

Die meisten Apps für Mobile-Banking bieten die Funktion zum Einlesen des GiroCodes bereits an, schreibt der Sparkassenverband. Künftig soll dieser Service auch auf andere Geräte ausgeweitet werden. Inzwischen hätten die ersten Dienstleister für elektronische Rechnungsstellung den GiroCode schon in ihre Systeme integriert, sodass künftig immer mehr Rechnungen mit dem neuen Komfortmerkmal ausgestattet sein werden.

Schade nur, dass ich persönlich bis zum heutigen Tage noch keine einzige Rechnung bekommen habe, die den Girocode schon aufgedruckt hatte – ums Abtippen kam ich bislang nicht herum.

Zum Hintergrund: Seit der Einführung der Single Euro Payments Area (SEPA) müssen sich Bankkunden an die IBAN gewöhnen, eine 22-stelligen Kennziffer, die unter anderem die Kontonummer und Bankleitzahl enthält. Die IBAN ist vielen Kunden aber noch nicht vertraut und so schleichen sich gerade in der Umstellungsphase nach Angaben des Sparkassenverbands bei der Eingabe der Zahlungsdaten noch einige Fehler ein. Wer sich für das Girocode-Verfahren interessiert, wird fündig unter www.girocode.de

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