Freitag, 19. Dezember 2014

Freitagsfrage: Was ist Smart Beta und lohnt die populäre Strategie?

Smart Beta ist angesagt. Immer mehr Anleger entdecken – nicht zuletzt durch das wachsende Angebot an Smart-Beta-ETFs – den Ansatz, den professionelle Investoren teils schon lange verfolgen. Doch was steckt genau dahinter, was gilt es zu beachten und lohnt Smart Beta überhaupt?

So viel vorweg: Der Ansatz lohnt. Gegenüber dem reinen Indexinvestment lassen sich mit Smart Beta langfristig bessere Ergebnisse erzielen. Dennoch sind die Ergebnisse nicht immer positiv, die Strategie kann phasenweise und auch über längere Zeiträume hinweg schlechter abschneiden.

Das große Problem von Smart Beta: Selbst die Fachwelt kennt keine einheitliche Definition, die Konzepte sind unterschiedlich. Vereinfacht gesagt ist Smart Beta regelbasiert und eine Weiterentwicklung eines herkömmlichen Indexkonzepts. So können zum Beispiel die Aktien im Portfolio nicht nach Marktkapitalisierung gewichtet, sondern alle gleich gewichtet sein. Ein anderer populärer Ansatz ist Low Volatility, hier werden zum Beispiel Aktien mit niedriger Volatilität  gewählt. Die Beispiele zeigen, dass die Umsetzung von Smart Beta in der Praxis höchst unterschiedlich ist, weshalb Anleger das jeweilige Konzept kennen sollten.

In den USA ist der Ansatz wesentlich weiter verbreitet als in Europa. Doch die Nachfrage steigt und das Angebot wächst – vor allem am schnell wachsenden ETF-Markt. Dieser wird im Übrigen 2014 wieder neue Rekorde erreichen: Laut Blackrock kletterte das verwaltete Vermögen in den ersten elf Monaten dieses Jahres bereits um rund 15 Prozent auf 2752 Milliarden US-Dollar. Weltweit wurden Ende November 5380 börsengehendelte Indexpapiere angeboten, Ende 2013 waren es 5024 Emissionen.


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1 Kommentar:

  1. für mich sieht das eher als ein Köder für Anleger als eine neue gut durchdachte Strategie aus.
    Frohe Weihnachten bis 2015
    HPK

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