Freitag, 9. Januar 2015

Freitagsfrage: Welcher Aktienmarkt ist der beliebteste der professionellen Investoren?

Die neuesten Statistiken der ETF-Branche zeigen, wo die institutionellen Investoren bevorzugt auf Einkaufstour gehen. Im Dezember war dies, ebenso wie in den Vormonaten, ganz klar der US-Aktienmarkt. Deutsche Aktien haben sie dagegen verkauft, ebenso Emerging-Markets-Titel und auch beim Gold überwogen die Verkäufe.

Hoch in der Gunst der Anleger, so die Statistik von BlackRock, die die weltweiten Mittelzu- und -abflüsse der beliebten börsengehandelten Indexpapiere umfasst, standen neben US-Aktien insbesondere japanische Dividendentitel. US-Aktien-ETFs glänzen in der Dezember-Statistik mit einem Rekordzufluss von 48 Milliarden Dollar, Japan-ETFs sammelten 5,6 Millarden Dollar neue Investorengelder ein.

Trist sehen die Zahlen dagegen in den Emerging Markets aus, ähnlich wie die Konjunkturprognosen. Die Profi-Anleger zogen 6,7 Milliarden ab, allein aus China 1,8 Milliarden, da sie Zeifel am Wirtschaftswachstum hegen. Zu den wenigen Schwellenländern, die unter dem Strich Anlagegelder einsammeln konnten, zählen Südkorea mit 0,4 Milliarden Dollar (im Gesamtjahr 0,9 Mrd.) und Indien mit 0,2 Milliarden Dollar (Gesamtjahr 2,8 Milliarden).

Insgesamt flossen in die börsengehandelten Indexpapiere weltweit im Dezember 61,5 Milliarden Dollar, 54,3 Milliarden davon landeten in Aktien, 5,7 Milliarden an den Anleihenmärkten und 1,5 Milliarden in Rohstoffpapieren, insbesondere im Bereich Energie, denn Gold und Silber standen weiter auf der Verkaufsliste.


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