Mittwoch, 4. März 2015

Der Euro wird noch weiter schwächeln

Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch ihren Konjunkturbericht 'Beige Book' vorgelegt und beschreibt dort die konjunkturelle Stimmung im Land als sehr positiv: Steigende Verbraucherausgaben und sinkende Arbeitslosenzahlen sorgen für eine florierende Wirtschaft. Das stärkt den Dollar, der Euro sackte dagegen auf den tiefsten Stand seit elf Jahren ab.

Und die Euro-Schwäche dürfte sich fortsetzen, denn Europa dreht ab diesem Monat den Geldhahn weiter auf, während die US-Notenbank auf eine restriktivere Geldpolitik umschwenkt. Mittelfristig dürften daher die amerikanischen Zinsen steigen, was die Attraktivität des Dollars zusätzlich erhöhen dürfte und tendenziell für einen anhaltend starken Greenback spricht. Euro-Kurse unterhalb von 1,10 Dollar werden deshalb wohl nur noch eine Frage der Zeit sein.

Das Beige Book beschreibt die Lage in zwölf US-Bundesstaaten aufgrund von Informationen aus der Geschäftswelt und gilt als guter Stimmungsindikator für die Lage im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Den kompletten Bericht finden Sie hier.

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Kommentare:

  1. Sehr geehrte Fr. Klotz, sind nicht bei einem starken Dollar und einem schwächelnden Euro und den derzeitigen Maßnahmen der EZB die europäischen
    Märkte nicht auch bei amerikanischen Investoren interessanter als der amerikanische Markt?
    MfG HPK

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    1. Der Gedanke ist logisch und auch die geplanten Investments von Superinvestoren wie Warren Buffet in Europa sprechen dafür - zumindest auf lange Sicht. Investorengelder, die derzeit aus den USA nach Europa fließen, werden m.E. großenteils auch aus Diversifikationsgründen getätigt (die Emerging Markets haben an Attraktivität verloren). Generell ist die US-Wirtschaft momentan aber in deutlich besser Verfassung als die europäische - und das dürfte noch ein paar Jahre so bleiben.
      MfG AK

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