Mittwoch, 22. April 2015

Apple-Watch: Deutsche Bank mit erster Banking App zum Start der iUhr

Wer zu faul ist, sein iphone aus der Tasche zu kramen, um sich über seinen Kontostand zu informieren, kann das künftig auch über die neue Apple Watch am Handgelenk tun. Zumindest dann, wenn man Kunde der Deutschen Bank ist. Sie offeriert nämlich pünktlich zum Marktstart der Apple-Watch am Freitag, 24. April, auch Banking für die neue iUhr.

Überweisungen oder Transaktionen direkt aus der Uhr heraus gibt es zwar vorerst nicht. Wer aber seinen Konto- oder Depotstand oder die letzten Kontoumsätze wissen möchte oder sich zur nächsten Filiale oder zum Geldautomaten lotsen lassen will, kann die Uhr nutzen. Auch das digitale Haushaltsbuch kann man sich am Handgelenk anzeigen lassen.

Allerdings muss man wissen, dass man für die Nutzung dieser Bank-Funktionen der Uhr unbedingt mindestens ein iphone 5 mit Betriebssystem iOS 8.2 sein eigen nennen muss, mit dem die Apfel-Uhr gekoppelt wird. Der Kunde muss zuvor die aktuelle Version der „Meine Bank“-App des Geldinstituts auf sein iPhone geladen haben.

Es ist davon auszugehen, dass schon bald weitere Banken mit Angeboten für die Apple Watch folgen werden. Ob künftig auch Transaktionen direkt aus der Uhr heraus möglich sind, wird sich zeigen, denn der Bildschirm ist natürlich nochmals kleiner als der von Smartphones.

Solange allerdings die Kopplung der Uhr an ein Apple-Smartphone zwingend erforderlich ist für die Nutzung der Banking-App, stellt sich für mich die Frage nach dem Mehrwert der Uhren-App. Hat man das Handy nicht dabei, laufen die Banking-Funktionen nicht. Und hat man sein Handy dabei, hat man es auch schnell gezückt, um sich über seinen Kontostand zu informieren.

Die Apple-Watch gibt es ab Freitag, 24 April in Deutschland, das Einstiegsmodell kostet 399 Euro; für ein Exemplar in Gold lassen sich aber auch 18 000 Euro hinblättern – plus Versicherung „Apple Care“ für sage und schreibe 2000 Euro. Für so viel Geld bekommt man natürlich auch wunderschöne Uhren höchster Uhrmacherkunst. Aber über Geschmack und Lifestyle braucht man bekanntlich nicht zu streiten.

Update vom 18. Juni 2015: Stiftung Warentest ist nicht begeistert von der iUhr und nennt sie ein "teures Spielzeug für Technikfans"




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