Mittwoch, 29. April 2015

Commerzbank schließt Privatanleger aus

Über Nacht hat sich die Commerzbank gestern 1,4 Millarden Euro beschafft. Das Geld stammt ausschließlich von institutionellen Investoren. Privatanlegern wurden die Aktien erst gar nicht angeboten. Das sorgt für Unmut.

114 Millionen neue Aktien wurden zum Kurs von 12,10 Euro zugeteilt. Die Commerzbank-Aktie notierte im vollelektronischen Handelsystem Xetra tagsüber gut 30 Cent über dem Ausgabepreis und schloss mit 12,175 Euro. "Wieder einmal sind wir Privatanleger Aktionäre 3. Klasse", schimpft ein Blogleser und fordert, dass die Benachteiligung der Privatanleger aufhören müsse. Denn Commerzbank-Aktionäre konnten die Aktien aus der jüngsten Kapitalerhöhung nicht zeichnen.

Altaktionäre ärgert, dass ihr Anteil verwässert wird und der Kurs sinkt. Und wenn im kommenden Jahr wieder eine Dividende ausgeschüttet wird – die Commerzbank hat dafür im ersten Quartal 57 Millionen Euro zurückgestellt –, profitieren auch die neuen Aktionäre davon.

Wünschenswert wäre, dass auch Privatanleger sich an diesen kurzfristigen Kapitalerhöhungen beteiligen können und eine Chance zum Bezug der Aktien haben. Das Aktienrecht sieht das bislang jedoch nicht vor, weshalb die Banken üblicherweise gar keine Aufträge von Privatanlegern zur Zeichnung annehmen.

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Kommentare:

  1. Wolfgang Hersmann29. April 2015 um 16:14

    Ab wann plant die Commerzbank die seit Jahren ausgegegebenen "neuen" Aktien wieder zurückzukaufen ?
    Danke Ihnen für eine seriöse Antwort.

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  2. Eine berechtigte Frage, wenn man liest, dass Unternehmen wie Apple & Co Aktien zurückkaufen. Die Commerzbank dürfte jedoch auf absehbare Zeit keine Aktien zurückkaufen, denn sie benötigt das Kaptial zur Stärkung der Eigenkapitalbasis. Aktienrückkäufe tätigen Unternehmen nur, wenn sie in Geld schwimmen.

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