Mittwoch, 10. Juni 2015

Dauerärgernis Teilausführungen - So steuern Sie gegen

Es passiert immer wieder, dass Aktienorders nicht auf einen Schlag durchgehen, sondern in mehrere Teilausführungen gestückelt werden. Für Anleger kann sich das als teure Kostenfalle entpuppen.

So erging es einem Leser, der beim Kauf einer kanadischen Aktien gleich mehrere Teilausführungen kassierte und dann ein Vielfaches an Gebühren zu zahlen hatte als er ursprünglich angenommen hatte.

Fakt ist: Die Onlinebroker gehen noch immer bei der Gebührengestaltung zur Abrechnung von Teilausführungen sehr unterschiedlich vor. Zum Teil versprechen sie, dass Teilausführungen nichts extra kosten. Bei manchen Brokern ist das nur dann der Fall, wenn die Teilausführung am gleichen Tag und zum gleichen Kurs abgerechnet wird. Bei anderen Brokern entfallen bei mehrfacher Stückelung Grundpreis sowie die Mindestgebühren pro Order. Wieder andere Anbieter verzichten zwar darauf, die eigene Provision mehrfach zu berechnen, stellen aber Nebenkosten etwa für die Abwicklung etc. gesondert und dann leider mehrfach in Rechnung – auch das kann teuer werden. Aufpassen muss man insbesondere bei Teilausführungen an Auslandsbörsen, das geht besonders schnell ins Geld.

Anleger sind gut beraten, sich die Preisgestaltung des eigenen Brokers in diesem Punkt genau anzusehen. Wer in Deutschland gehandelte heimische oder auch ausländische Aktien ordert, kann außerdem durch die Wahl des Börsenplatzes beeinflussen, dass seine Order vollausgeführt wird: Die Regionalbörsen versprechen ihren Kunden in der Regel eine kostensparende Vollausführung. Ähnliches gilt für bestimmte Ordergrößen im außerbörslichen Handel. Allerdings sollte man in allen Fällen auch immer auf die Kursstellung achten, nicht dass man zwar Gebühren spart, dafür beim Kurs zu Mondpreisen abgerechnet wird.

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