Samstag, 13. Juni 2015

Freitagsfrage: Was ist eigentlich das Video-Ident-Verfahren?

Bei immer mehr Direktbanken können Neukunden das Video-Ident-Verfahren zur Kontoeröffnung nutzen. Dabei sparen sie sich den Gang zur Postfiliale.


Nun muss man nicht mehr aus dem Haus gehen, um etwa bei comdirect, der ING-Diba oder DKB Kunde zu werden. Es ist also nicht mehr nötig, sich mit seinem Personalausweis in die Schlange der nächsten Postfiliale zu stellen. Die Banken erhoffen sich davon unter anderem niedrigere Kosten beim Eröffnungsverfahren, aber insbesondere auch niedrigere Abbrecherquoten. Denn offenbar beginnen viele Kunden zwar die Kontoeröffnung via Internet, schließen dann aber die Legitimation nicht ab, etwa weil sie den Gang zu Post vergessen oder keine Zeit dafür finden.

Beim Video-Ident muss der Neukunde nichts mehr davon, alles wird im Internet durch Klicken und Häkchen-Setzen erledigt. Die Kunden benötigen einen Rechner, Tablet oder Smartphone mit Webcam und Internetzugang – und müssen ihren Personalausweis oder Reisepass bereithalten. Für die Legitimation muss der Kunde seinen Ausweis in die Webcam halten, der wird dann technisch auf Echtheit geprüft. Abgeschlossen wird der Prozess laut DKB durch Eingabe einer per SMS oder E-Mail übermittelten TAN.

Kleiner Haken: Nutzen können das Verfahren bislang in aller Regel nur deutsche Staatsbürger, bei manchen Banken sind auch bereits Kontoeröffnungen Bürger einiger weniger anderer Staaten möglich. Manchmal, aber nicht immer muss auch der Wohnsitz in Deutschland sein. Eine Ausweitung ist aber bei den Banken geplant, auch eine Depoteröffnung über das Verfahren soll möglich werden. Da gab es bislang regulatorische Hürden, die das verhinderten.




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