Freitag, 7. August 2015

Freitagsfrage: Was ist TRIC?

Das Kürzel BRIC ist geläufig, aber was steckt hinter TRIC, CIVETS, MIST (auch SMIT oder MIKT genannt) oder Next 11? Sind es Modetrends oder lohnen Investments?
Wer weiß, was hinter den Akronymen steht, stellt schnell fest, dass die Länder miteinander oft wild in einen Topf geworfen wurden. BRIC (Brasilien, Russland, Indonesien, China), das 2010 um Südafrika erweitert und zu BRICS wurde, ist das älteste und nimmt  einen Sonderstatus ein, denn die Märkte sind nicht nur groß und wichtig in der Weltwirtschaft, auch die Staatschefs treffen sich regelmäßig und arbeiten an gemeinsamen Wirtschaftsprojekten (mehr dazu im Beitrag zum BRICS-Gipfel vom 10.7.). BRICS ist längst ein etablierter Kreis und weitaus mehr als nur ein Modetrend.

Anders sieht das aus bei den Nachfolgern aus. Nach BRIC bündelte der ehemalige Chef von Goldman Sachs Asset Management Jim O'Neill die Länder Ägypten, Bangladesch, Brasilien, China, Indonesien, Iran, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Russland und Vietnam zu den "Next 11" zusammen, später folgte noch MIST (Mexiko, Indonesien, Südkorea, Türkei), was aus Marketinggründen teils auch SMIT oder MIKT genannt wird. Insbesondere die jüngeren Kreationen wie TRIC (Türkei, Russland, Indonesien, China), das teils auch TRICK (inkl. Korea) genannt wird, oder CIVETS (Kolumbien, Indonesien, Vietnam, Ägypten, Türkei, Südafrika) scheinen eher clevere Marketingmodelle um den Vertrieb an den Endkunden zu erleichtern.

Anleger sollten aber bedenken: Im klassischen Fondsvertrieb fallen für Aktienfonds in der Regel Ausgabeaufschläge und hohe jährliche Verwaltungsgebühren an. Eine kostengünstige und einfache Alternative für Anleger sind dagegen ETFs. Sie werden für die BRIC-Märkte und teils auch für die kleineren Modetrends angeboten. Die einfachste Variante für Anleger, die in den aufstrebenden Märkten investieren wollen, sind aber ETFs auf den MSCI-Emerging-Markets-Index, sie bieten eine breite Streuung und sind kostengünstig.

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