Montag, 26. Oktober 2015

Ifo-Index macht Börsianer glücklich

Einer der Lieblingssprüche von Charlie Munger, dem Vize von Warren Buffett, geht um die seiner Meinung nach wichtigste Voraussetzung für guten Ehe: Niedrige Erwartungen. Das selbe gilt offensichtlich für glückliche Aktionäre. Denn der DAX feiert die jüngsten ifo-Geschäftsklima-Daten – obwohl sie gesunken sind.

Die Wirtschaft scheint die Probleme in den Emerging Markets und rund um die VW-Krise besser wegzustecken als erwartet. Denn die ifo-Umfrage unter 7000 Managern brachte weit weniger Unbill als gedacht: Der Index fiel zwar von 108,5 Zählern im Vormonat auf 108,2 Punkte. Experten  hatten aber mit einem weit stärkeren Rückgang gerechnet.

Und besser noch: Gesunken sind zwar die Einschätzungen für die aktuelle Lage. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind dagegen sogar gestiegen. Und das Sorgenkind Autoindustrie legt gar in beiden Kategorien zu. Beruhigende Nachrichten also.

Damit scheint die Konjunktur robuster als gedacht und Aktien weiter attraktiv. Der DAX kann sein hohes Niveau aus der vergangenen Woche also verteidigen. Vergessen sollte man allerdings nicht, wem die Hausse vor allem zu verdanken ist: Mario Dragi und seiner anhaltend lockeren Geldpolitik. Sie sorgt nicht nur weiter für anhaltende Liquiditätsströme an der Börse, sondern auch für einen schwachen Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und Aktien derzeit zu einer der wenigen Anlageklassen mit Gewinnchancen macht.


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