Montag, 16. November 2015

Die beste Strategie gegen den Terror

Der G 20-Gipfel in der Türkei stand ganz im Zeichen der Anschläge von Paris. Fast nebenbei beschäftigten sich die Regierungschefs auch mit Wachstum, Jugendarbeitslosigkeit und einer gerechteren Besteuerung für multinationale Konzerne. Gut so. Denn der Kampf gegen den Terror ist nur politisch und wirtschaftlich zu gewinnen.

Schnell und pragmatisch wurden die Themen abgehandelt, die eigentlich auf der Agenda der G20 gestanden waren. Die Staatschefs wollen weiter an ihrem Ziel festhalten, Wachstumsungleichgewichte abzuschwächen und den weltweiten Wachstumspfad durch Reformen und Investitionen um zwei Prozentpunkte zu erhöhen.

Zudem sollen nun Maßnahmen umgesetzt werden, die es großen Konzernen erschwert, ihre Steuerlast zu minieren. Und ein besonders Augenmerk gilt der Jugendarbeitslosigkeit, die gezielt bekämpft werden soll. Alle diese Maßnahmen können dazu beitragen, die Ungleichheit zwischen den Staaten, aber vor allem die wachsende Arm-Reich-Schere auch innerhalb vieler westlicher Länder zu verringern.

Und genau das wäre vermutlich die beste Strategie gegen den Terrorismus. Genau wie es besser ist, die Fluchtursachen zu bekämpfen, statt die Flüchtlinge effizient zu steuern und zu verwalten, ist es richtig, die Ursachen des Terrors zu bekämpfen. Arbeits- und perspektivlose junge Männer in sozialen Brennpunkten sind anfällig für ruchlose Rattenfänger. Neben politischen und diplomatischen Initiativen ist es jetzt an der Zeit, dass jedes Land die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven aller seiner Bürger verbessert.

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