Dienstag, 12. Januar 2016

Die Dividendenjagd beginnt - Siemens und Metro zahlen am meisten

Nach dem verheerenden Jahresstart an den Börsen gibt es für die Anleger wenigstens ein Trostpflaster: Die Dividendensaison 2016 beginnt in der kommenden Woche mit einer ganzen Reihe von Erhöhungen der Ausschüttung und überwiegend sehr attraktiven Dividendenrenditen.

Von den elf deutschen AGs, die im Januar und Februar ihre ordentliche Hauptversammlung abhalten, erhöhen fast alle, nämlich acht, ihre Ausschüttung. Zwei halten die Höhe konstant – und nur der kurz vor der Übernahme stehende Geldautomatenhersteller WincorNixdorf lässt seine Aktionäre diesmal ganz leer ausgehen. Den Anfang mit den Ausschüttungen macht SinnerSchrader am 21. Januar, unverändert 12 Cent Dividende ergeben 2,5 % Rendite. Am 26. Januar folgt bereits mit Siemens der Dividendenkrösus der nächsten Wochen. Die Münchner zahlen 3,50 Euro je Aktie nach 3,30 Euro im Vorjahr. Das ergibt eine stolze Dividendenrendite von 4,4 % - achtmal so hoch wie die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Dagegen ist der nächste DAX-Wert, ThyssenKrupp (29. Januar),  mit einer von null auf 15 Cent erhöhten Ausschüttung mit 1,6 % das Rendite-Schlusslicht in der Startgruppe der Dividendenjagd.

Im Februar folgen mit TUI, Osram, Bertrandt, Infineon, Metro, Aurubis und Deutsche Beteiligungs AG fast allesamt Renditeperlen, nur Infineon tanzt mit 1,9 % ein wenig aus der Reihe. Alle anderen kommen auf mindestens 2,5 % Rendite, Metro und Deutsche Beteiligung erreichen sogar jeweils 3,8 %. Auch TUI und Aurubis zählen mit 3,5 % (TUI) und 3,3 % (Aurubis) zu den Aktien mit überdurchschnittlich hoher Dividendenrendite.

Der starke Auftakt der Dividendenjagd 2016 ist ein gutes Vorzeichen für die ab April dann richtig auf Hochtouren kommende Hauptversammlungssaison. Denn dann schütten die AGs ihre Dividenden aus, die am 31. Dezember 2015 ihr Geschäftsjahr abgeschlossen haben. Im Januar und Februar dagegen verteilen nur die wenigen Unternehmen einen Teil ihrer Gewinne an die Aktionäre, die ihr Geschäftsjahr schon vorher beendet haben - Siemens und ThyssenKrupp beispielsweise am 30. September 2015.

Mehr Beiträge vom finanzjournalisten blog

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen