Freitag, 15. Januar 2016

Freitagsfrage: Was ist Blockchain?

Blockchain ist bekannt als Technologie hinter Bitcoin. Doch das ist nur die Basis, in den kommenden Jahrzehnten dürften Blockchains unser tägliches Geschäftsgebaren grundlegend verändern – und das nicht nur in Sachen Geld. Was steckt hinter der neuen Wundertechnologie?

Vereinfacht ausgedrückt ist eine Blockchain eine dezentrale Datenbank, in der alle Transaktionen sofort abgewickelt und fortlaufend aufgezeichnet werden. Alle Teilnehmer erhalten ständig aktualisierte Versionen aller Transaktionen und sind dadurch stets auf dem neuesten Stand. Manipulationen sind nur schwer möglich.

Die Blockchain-Technologie gilt aber nicht nur als besonders sicher, sie ist auch kostengünstig. Denn die Transaktionen werden direkt zwischen den Parteien abgewickelt, sprich es kassieren keine Mittelsmänner – wie heute zum Beispiel die Banken – hohe Gebühren. Natürlich laufen die Transaktionen nicht ganz kostenfrei ab, denn die Daten müssen verarbeitet und gespeichert werden. Im Vergleich zu den Banken, die große Gebäude und Personal brauchen, ist der Aufwand dafür jedoch deutlich geringer.

Erfunden hat die Blockchain-Technologie – ebenso wie Bitcoins – ein Mann, der sich Satoshi Nakamoto nannte, um seine wahre Identität zu verschleiern. Das Grundkonzept, das er in einer neunseitigen pdf-Datei zusammengefasst und 2008 veröffentlicht hat, wird von jungen Firmen wie Ethereum, weiterentwickelt.

Sie arbeiten an neuen Konzepten, denn die Grundlagen lassen sich auch auf andere Geschäftsbereiche übertragen, wie den Handel von Wertpapieren oder für Verträge unter Firmen. Denkbar sind zum Beispiel verpflichtende Verträge zwischen zwei Vertragspartnern, bei denen bei Lieferung der Ware automatisch Geld bezahlt wird oder Aufträge automatisch generiert werden. Das Potential ist immens.

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1 Kommentar:

  1. So langsam macht es *knack* in den Köpfen.
    Schön zu sehen wie ein neues Ökosystem wächst und wächst.

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