Montag, 18. Januar 2016

Stoppt endlich die Steuerungerechtigkeit!

Gerade mal 62 Personen auf dieser Welt besitzen genau so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen. Wie jedes Jahr untersuchte die unabhängige Organisation Oxfam die weltweite Verteilung von Reichtum – und kam wieder einmal zu einem erschreckenden Befund.

Denn nicht nur die Verteilung ist alamierend – das ist sie schon seit einigen Jahren. Vor allem besorgt die Tatsache, dass der Trend ungebrochen ist und sich sogar beschleunigt. Es gibt ein sehr kleine Gruppe von Menschen, die immer mehr vom Vermögen der Welt ansammeln kann, während sich alle anderen mit wenig begnügen müssen.

Die Ursache sehen die Autoren von Oxfam vor allem in der Existenz von Steueroasen. Denn wer einmal ein gewisses Vermögen angehäuft hat, kann es steuerfrei irgendwo auf der Welt mehren. Und die Fortschritte der internationalen Gemeinschaft, die Steuergerechtigkeit international zu verbessern sind mäßig.

Genau hier sollten die Politiker aber nicht nachlassen. Gerechtere Steuersysteme fordert unter anderem auch Warren Buffett, einer der ganz großen unter den 62 Superreichen. Und hat gemeinsam mit Bill Gates, Marc Zuckerberg und anderen bekanntermaßen ohnehin schon seine Konsequenzen aus der Situation gezogen: Er wird so gut wie sein ganzes Vermögen spenden – "an die Gesellschaft zurückgeben", wie er sagt.

Das ist sicher ein wirksames Mittel, die bestehenden Vermögen aufzulösen. Das grundlegende Problem löst es nicht und dafür ist die Zeit nun wirklich mehr als reif. Stoppt endlich die Steuerungerechtigkeit!


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