Dienstag, 8. März 2016

Beeindruckende Bilanz von DAX, MDAX und Co.

Vor genau sieben Jahren haben die Aktienmärkte ihren Aufschwung begonnen. Trotz des Rückschlags im "verflixten siebten Jahr" sind seither beeindruckend hohe Gewinne angefallen. Vor allem in Deutschland und anderen Industrienationen.

Als am 9. März 2009 der DAX zeitweise unter die 3600-Punkte-Marke rutschte, herrschte blanke Panik. Viele Anleger befürchteten, dass die Folgen der amerikanischen Immobilien- und Bankenkrise, die 2007 ausgebrochen war, noch viele Jahre die Börsen belasten und auf immer neue Tiefs drücken würden. Es kam, wie wir wissen, völlig anders. Die Aktienmärkte weltweit legten einen Aufschwung hin, wie er in Länge und Stärke selten zuvor zu verzeichnen war.

Der DAX hat in den letzten sieben Jahren um 175 % zugelegt, der amerikanische Leitindex S+P 500 sogar um fast 200 %. Da die meisten europäischen Börsen wegen der Euro-Krise ab 2011 hinterherhinkten und auch der japanische Nikkei "nur" 125 % gewann, blieb der MSCI World, der die Aktienkurse der Industriestaaten erfasst, mit gut 130 % Plus deutlich hinter DAX und S+P zurück. Der MSCI Emerging Markets, der die wichtigsten Aktien aus den Schwellenländern enthält, kletterte aufgrund der Schwäche der vergangenen Jahre sogar nur um 70 Prozent.

Für deutsche Anleger war die Performance von S+P und den MSCI-Indizes allerdings deutlich besser als es die in Dollar notierten Indizes anzeigen. Sie profitierten zusätzlich davon, dass der Greenback gegenüber dem Euro um fast 15 % zulegen konnte. Außerdem sind bei den deutschen Indizes die Dividenden im Index enthalten, bei den ausländischen nicht. Zu den dortigen Gewinnen kommen also zusätzlich die seither gezahlten Dividenden hinzu.

Noch weitaus höhere Gewinne als mit Standardaktien aus DAX oder MSCI World erzielten Anleger allerdings in den letzten sieben Jahren mit den Aktien kleiner und mittlerer Unternehmen. Der MDAX spurtete um sage und schreibe 350 % nach oben und damit doppelt so schnell wie der DAX. Auch der TecDAX mit gut 300 % und der SDAX mit knapp 300 % verwöhnten die Anleger sehr viel mehr als DAX und Co.

Die sieben Jahre seit dem 9. März 2009 waren also höchst erfolgreich, vor allem für Anleger, die ihr Depot international und mit Schwerpunkt auf Nebenwerte ausgelegt haben. Sie waren aber auch höchst schwankungsintensiv, weil es immer wieder zu massiven Rückschlägen wie zuletzt Anfang dieses Jahres gekommen war. Die Verluste wurden aber stets in relativer kurzer Zeit mehr als wettgemacht. Viel spricht trotz der zahlreichen Gefahrenherde dafür, dass dieses Muster noch einige Jahre anhalten wird. Denn angesichts von Null- oder sogar Negativzinsen gibt es für Aktien mit ihren stattlichen Dividenden und ihrer moderaten Bewertung zur Zeit kaum eine Alternative.

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