Mittwoch, 8. Juni 2016

Wie digital hätte es der Bankkunde denn gerne?

Auch wenn manchmal der Eindruck entsteht, Banking spiele sich nur noch in der digitalen Welt ab, spielen die guten, alten Bankfilialen für Kunden eine wichtige Rolle, auch wenn ihre Bedeutung abnimmt und ihre Nutzung sich ändert. Das zeigen mehrere Studien.

In Zukunft weniger Filialen, doch die bleiben für ihre Kunden wichtig. So lässt sich kurz zusammenfassen, wie sich die Bedeutung der Bankfilialen in Zukunft verändert wird nach einer aktuellen Untersuchung der Bankberatungsgesellschaft Investors Marketing. Während Bequemlichkeit und zeitliche Unabhängigkeit den digitalen Kanälen in die Hände spielen, so werden Filialen von vielen Kunden offenbar weiterhin gebraucht und geschätzt.

Rund 90 Prozent der Kunden möchten lieber in eine Filiale beraten werden, alternative Kanäle per Telefon oder Online-Beratung spielen noch eine untergeordnete Rolle. Filialen dienen der Kundenbindung, der Markenbildung und Bekanntheit und damit auch der Neukundengewinnung. Gleichzeitig gilt aber, dass die Banken in digitale Kundenbetreuung mit Blick auf die Zukunft stärker investieren sollten, glaubt man bei Investors Marketing.

Mehr als jeder vierte Bankkunde hat in den vergangenen zehn Jahren übrigens eine Hausbank gewechselt. Von ihnen gab ein Viertel an, dass ein Hauptgrund dafür Filialen der neuen Bank in der Nähe waren, ein weiteres Viertel war zur günstigsten Bank gewechselt.

Trotz Digitalisierung haben Filialen also weiter ihre Bedeutung und ihre Berechtigung, allerdings ändert sich ihre Nutzung – weg von einfachen Services, hin zu mehr Beratung.

Wenn es um herkömmliche Bankgeschäfte geht, dann nutzen allerdings um die 70 Prozent der Kunden das Internet, zu ähnlichen Werten kommt auch eine aktuelle Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom. Demnach besuchen 30% der Nutzer von Online-Banking inzwischen keine Filiale mehr.

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