Mittwoch, 7. September 2016

DAB-Bank: Heiße Phase des Kundenumzugs auf die Consorsbank ist gestartet

Im Frühjahr 1994 starteten die #DAB Bank gefolgt von Consors (der heutigen #Consorsbank) im Abstand von nur wenigen Wochen ihre Geschäfte und revolutionierten damit das Wertpapiergeschäft für Privatanleger. Gut 22 Jahre später wird die DAB Bank als Privatkundenbank Mitte November aufhören zu bestehen. Jetzt haben die Institute die heiße Phase für den Kundenumzug eingeläutet.

Die Kunden des Privatkundengeschäfts der DAB Bank werden am "Umzugswochenende" vom 12. bis 13. November technisch auf die IT-Plattform der Consorsbank "migriert", wie es im IT-Sprech heißt. Das bedeutet, die Kundendaten, Depotinformationen, Steuerdaten & Co. werden übertragen. Girokontennummern und IBAN bleiben erhalten, die Depotnummern ändern sich allerdings.

Für die DAB-Kunden bringt der Umzug eine Reihe von Veränderungen mit, nicht alle davon sind Verbesserungen. Auf der Plus-Seite stehen gewiss die weiteren Handelsmöglichkeiten wie etwa der Handel mit CFDs oder ein breiteres Spektrum an Wertpapiersparplänen mit geringeren Mindestsparraten und das Angebot einer Einzeltitel- sowie einer Honorarberatung. Bewährte DAB-Features wie das Star Partner Programm, über das die Kunden ETFs und Derivate ausgewählter Partner besonders günstig handeln können, wurden übernommen.

Ein paar Nachteile gibt es aber auch: Die Mindestordergebühren erhöhen sich von 7,95 auf 9,95 Euro, für großvolumige Orders steigt die Maximumgebühr von 59,95 auf 69 Euro, auch telefonische Orders werden teurer. Und wer ein Girokonto bei der DAB hatte, erhält ein neues Kartenset mit neuen Ausstattungsmerkmalen.

Die DAB Bank hat unter dem Motto "Alles bleibt anders" inzwischen eine Sammlung von Fragen und Antworten rund um den Umzug live gestellt, wo sich die betroffenen Kunden informieren können. In der kommenden Ausgabe von Börse Online, die in der KW 37 erscheint, werde ich die Vor- und Nachteile des Übergangs genau unter die Lupe nehmen.

Zum Hintergrund: Die französische Großbank BNP Paribas ist die Mutter der Consorsbank und hatte die DAB Bank 2014 übernommen, mit dem Ziel, beide zu verschmelzen. Die neue Einheit betreut dann rund 1,5 Millionen Privatkunden in Deutschland.

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1 Kommentar:

  1. Noch gravierender für "selbstständig tätige" DAB-Kunden ist, dass nach dem Umzug zur Consorsbank auf deren Girokonto "keine erkennbaren Geschäftsumsätze" getätigt werden dürfen! Sprich: Was vorher bei der DAB-Bank jederzeit kostenlos über ein Konto lief (private + geschäftliche Umsätze), ist bei der Consorsbank nicht möglich! Jeder Selbstständige, der DAB-Kunde ist, muss sich daher eine andere Bank suchen und ein extra (meist mit Kosten verbundenes) Geschäftskonto eröffnen und zwischen Privat- und Geschäftskonto ständig hin- und herbuchen! Ein riesen Aufwand für die Kunden, ein riesen Geschäft für die Banken - unglaublich, wie die DAB Bank hier ihre "selbstständigen" Kunden allein lässt!

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