Dienstag, 22. November 2016

adidas, Airbus, MTU und Co: Diese Aktien profitieren vom starken Dollar

Langsam aber sicher nähert sich der Dollarkurs der Parität zum Euro - mit 1,06 Dollar kostet die Gemeinschaftswährung rund sechs Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Für die deutschen Exportunternehmen bedeutet das einen willkommenen Segen in puncto Konkurrenzfähigkeit und  Gewinnen. Und damit natürlich auch für die Aktien.

Eine Faustregel besagt, dass jeder Cent,  den der Greenback zulegt, die Durchschnittsgewinne der Unternehmen aus dem Euroland um knapp ein Prozent verbessert. Bei besonders ausfuhrintensiven deutschen Gesellschaften ist der Effekt zum Teil aber noch deutlich höher. Das sind denn auch deren Aktien, die einen besonders kräftigen Zusatzschub durch die Dollar-Stärke erfahren. Die Deutsche Börse AG hat die zehn exportstärksten Aktien aus DAX und MDAX herausgefiltert und dafür einen eigenen Index gebildet, den DAXplus Export-Strategy.

Zur Zeit beinhaltet der Index diese Aktien: adidas,  Airbus, Bayer, Brenntag, FMC, GEA, Hochtief, Linde, MTU und Symrise. Als besonders dollarabhängig gelten dabei Airbus und MTU Aero Engines, weil deren wenige Konkurrenten - Boeing und die Triebwerksbauer - vorwiegend im teurer gewordenen Dollarraum produzieren und weil Geschäfte mit Flugzeugen und Turbinen fast ausschließlich in Dollar abgerechnet werden. Die beiden profitieren also davon, dass sie dank des Kursrückgangs des Euro gegenüber dem Dollar billiger produzieren, aber teurer verkaufen können als bisher. Und das spült erhebliche Zusatzgewinne in die Kassen.

Neben diesen zehn Aktien aus dem DAXplus Export Strategy (auf den die HypoVereinsbank und Goldman Sachs Endlos-Zertifikate aufgelegt haben) sind aber auch die deutschen Autoaktien (mit Daimler an erster Stelle, weil das Unternehmen im US-Lkw-Geschäft eine dominierende Rolle spielt) mitsamt ihren Zulieferern sowie die Maschinenbauer große Profiteure des starken Dollar. Und natürlich auch der DAX und MDAX insgesamt, weil diese beiden Indizes mehr exportintensive Unternehmen enthalten als die meisten anderen internationalen Börsenbarometer.

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