Montag, 23. Januar 2017

New York gegen Trump und die Wall Street hält inne

Die Anleger hat es bisher wenig geschert: Statt auf die möglichen Gefahren durch den neuen US-Präsidenten zu schauen, stellten Sie lieber die Chancen in den Vordergrund. Doch die Proteste gegen Trump beeindrucken alle. Auch die Börsen. Die Indizes dies- und jenseits des Atlantik kommen zumindest nicht mehr vom Fleck.

Am Freitag – dem Tag der Amtseinführung von Donald Trump – traf ich auf eine Protestaktion gegen den neuen US-Präsidenten. Ausgerechnet im Financial District unweit der Wall Street zog eine ausgesprochen wütende Menge durch die Straßen. Und am Sonntag legte der Womens March die komplette Midtown Manhattens samt U-Bahn lahm.

Vier Tage verbrachte ich im "Big Apple" und traf auf keinen einzigen Trumpwähler, zumindest auf keinen, der das eingestand. Hier ist das eine der zwei Amerikas, das liberale, dass sich viele Sorgen macht. Und genau in diesem Umfeld leben die Investoren und Banker, die den Takt für die Weltmärkte vorgeben.

Mich wundert es also nicht, dass die Börsen seit Amtseinführung von Trump nicht mehr zulegen. Langsam dämmert vielen Anlegern,  dass eine Trump-Administration nicht für jedes Unternehmen ein Gewinn sein wird. Auch US-Aktien könnten zu den Verlieren der neuen "America First"-Politik gehören. Denn Trump wiederholte seine Ankündigungen zur Einführung von Schutzzöllen, die auch die international agierenden US-Konzerne treffen würden.

Nach den turbulenten Tagen rund um die Amtseinführung von Trump und seinen ersten Aktionen als Präsident, machen sich in New York nun viele Menschen ernsthaft Sorgen um die Zukunft der USA, darunter sicher auch viele aus der Finanzindustrie. Und das ist nicht unbedingt die richtige Stimmung, um im großen Stil Aktien zu kaufen.

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