Donnerstag, 6. April 2017

3 Tipps für Börsenorders

Professionelle Investoren verändern zunehmend ihre Handelsgewohnheiten an der Börse. Aus gutem Grund handeln sie immer häufiger in sogenannten Auktionen. Auch Privatanleger können sich so vor Abzockern schützen.

Die höchsten Umsätze in einem Wertpapier werden meist im vollelektronischen Xetra-Handel getätigt, weshalb Großanleger in Deutschland gerne Xetra als Börsenplatz wählen. Privatanleger nutzen Xetra jedoch nur teilweise, denn die Onlinebroker haben meist einen anderen Handelsplatz vorinstalliert, den der Anleger per Mausklick ändern kann.

Handeln, wenn die Masse handelt
Für Privatanleger, die üblicherweise kleinere Aufträge abwickeln, sind die Regionalbörsen durchaus eine Option. Doch der Anleger sollte bedenken, dass auch sie Geld verdienen wollen. Insbesondere im morgendlichen und abendlichen Handel, wenn die professionellen Investoren nicht mehr agieren, ist zu beobachten, dass die Spannen zwischen An- und Verkaufskurs breiter werden. Hier kann es leicht zu ungünstigen Abrechnungskursen kommen. Daher ist es ratsam, nur zu den Haupthandelszeiten von 9-17 Uhr zu agieren! Wer also am späten Abend noch eine Order für den nächsten Tag platziert, sollte den Börsenplatz mit Bedacht wählen.

Der vollelektronische Xetra-Handel ist in diesem Fall eine gute Alternative. Denn hier landet die Order in der morgendlichen Eröffnungsauktion, für die die Aufträge gebündelt werden (mehr dazu weiter unten).

Kein Auftrag ohne Limit
Wichtig zu wissen: Auf der Xetra-Plattform tummeln sich besonders viele die Schnäppchenjäger. Meist sind es Hochfrequenzhändler oder Algotrader, die binnen Sekundenbruchteilen Orders ins System stellen und wieder löschen. Sie sollen übrigens ab Sommer einen noch tieferen Einblick in das Orderbuch erhalten! Das erscheint, als legt der gewöhnliche Investor bereits den nächsten Schachzug offen. Seit eh und je gilt als bester Schutz vor den Schnäppchenjägern - egal an welchem Börsenplatz: Kein Auftrag ohne Limit!

Auktionen bevorzugen
Professionelle Investoren wählen häufig auch einen weiteren Orderzusatz: Auktion, teils auch als Kassahandel oder Kasse bezeichnet. Sie werden üblicherweise morgens zu Eröffnung, gegen Mittag und zum Handelsschluss durchgeführt, können aber auch im Handelsverlauf stattfinden. In den Auktionen werden die Orders gebündelt. Dadurch steigt die Chance, dass viele Kauf- und Verkaufsaufträge aufeinandertreffen und ein fairer Marktpreis zustande kommt. Auch Privatanleger können diese Option bei der Ordererteilung vorgeben. Der Nachteil ist, dass man den Abrechnungskurs nicht sofort auf dem Bildschirm sieht. Doch etwas Geduld kann sich auszahlen.

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