Mittwoch, 26. April 2017

Börse paradox: Mit Lehman-Zertifikaten gewinnen

Wenn von Lehman-Zertifikaten die Rede ist, dann ganz oft mit der Nebenbezeichnung "wertlos". Doch so einfach ist es im Jahre neun nach der Lehman-Pleite nicht. Manch ein Anleger könnte sogar inzwischen in der Gewinnzone sein.

Grund dafür: Anleger, die die Papiere der niederländischen Lehman-Tochter Lehman Brothers Treasury (LBT) noch halten, erhalten immer wieder Geld aus dem US-Insolvenzverfahren der US-Investmentbank Lehman Brothers Holding Inc. (LBH) und dem LBT-Verfahren in den Niederlanden. Von Wertlosigkeit kann daher keine Rede sein. Mit etwas Glück liegt man mit LBT-Papieren womöglich sogar in der Gewinnzone.

Zu diesem Thema habe ich für das Magazin Börse Online abermals nach 2015 mit den für die LBT zuständigen Liquidatoren von der Kanzlei Houthoff Buruma in den Niederlanden gesprochen; schon damals war klar, dass Anleger mit langem Atem doch noch scheibchenweise einen Teil ihres Gelds wiedersehen. Und wer sich nach der Lehman-Pleite mit seiner Bank auf eine gute Entschädigung hatte einigen konnte, hat womöglich Glück und läuft noch in die Gewinnzone hinein.

Nach aktuellem Stand wurden allein auf die 59 Emissionen mit deutscher Wertpapierkennnummer in bisher neun Tranchen bereits über 350 Millionen US-Dollar ausgeschüttet - und die zehnte Zahlung soll noch im Mai 2017 folgen, so die Liquidatoren aus den Niederlanden. 
Mehr Details zu den Hintergründen finden Sie hier. 

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