Montag, 24. Juli 2017

Die beste aller Börsenwelten

Jetzt ist es sozusagen amtlich: Der Internationale Währungsfonds IWF hat seine neue Prognose veröffentlicht und bescheinigt der Weltwirtschaft eine hervorragende Verfassung, die Börsen könnten also schon bald wieder nach oben streben.

Mehr Wachstum fast überall prognostiziert der IWF: Europa wächst robust, Deutschland ein wenig unter dem Durchschnitt, aber auf dem jetzigen Niveau immer noch beachtlich, einzig die USA werden wohl etwas langsamer expandieren als vermutet. Aber vor allem: China und andere Emerging Markets scheinen ihre Strukturprobleme gut zu verarbeiten und können weiter als Lokomotiven für die Weltwirtschaft dienen.

Selten gab es einen so breiten, weltweiten Aufschwung. Für Unternehmen scheinen die guten Zeiten also noch lange nicht vorbei. Was will das Anlegerherz mehr?

Natürlich nennt der IWF auch Risiken, doch die scheinen weniger als Warnung denn eher pflichtschuldig erwähnt zu werden. Steigender Protektionismus ist eine davon, der Brexit und die allmählichen Zinserhöhungen, die in Europa erwartet werden, die anderen. Das, so der IWF, könnte die Finanzierung in den Emerging Markets erschweren. Allerdings haben die ja bekanntlich schon die Zinswende in den USA überstanden und sehr gut verkraftet.

Bis zur nächsten Krise sieht es also wirklich so aus, als gäbe es eine Weile die beste aller Börsenwelten. Auch wenn es kurzfristig immer wieder Korrekturen gibt.

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