Donnerstag, 28. September 2017

Diesen Aktiengesellschaften helfen Trumps Steuerpläne

US-Präsident Donald Trump will die größte Steuerreform seit Jahrzehnten durchziehen, vor allem die Unternehmensteuern sollen drastisch sinken. Ein Blick, welche Firmen davon am meisten profitieren würden und warum der Schuss aber auch nach hinten losgehen könnte.

Zur Wahl ist Trump mit dem Versprechen angetreten, die Unternehmensteuern von 35 auf 15 Prozent zu senken. Doch das ist politisch nicht durchsetzbar, daher sollen es nun 20 Prozent werden. Keine Frage: 15 Prozentpunkte weniger Steuern dürften den Unternehmen immer noch einen kräftigen Schub geben und die Wirtschaft beflügeln.

Wären da nicht die privaten Steuerzahler. Die Verbraucher, die Stütze der US-Konjunktur, sollen zwar ebenfalls von niedrigeren Steuersätzen profitieren, doch dafür sehen die Pläne vor, dass lokale Steuern wie die „State Tax“ - sie beträgt zum  Beispiel in Kalifornien in der Spitze 13,3 Prozent - nicht mehr abgesetzt werden könnten. Und das würde die kaufkräftige Mittelschicht treffen, die ohnehin seit langem schrumpft. Noch ist die Reform ein erster Entwurf, hier wird noch viel diskutiert und verhandelt werden, bis am Ende feststeht, wer tatsächlich profitiert.

Auf jeden Fall dürften es aber alle Unternehmen sein, die Gewinne im Ausland parken und so vor dem Zugriff der US-Behörden schützen. Mit einem niedrigeren Steuersatz für Firmen dürften große Summen dieser Erträge in die Heimat transferiert und dort versteuert werden. Ob die Rechnung aufgeht, ist fraglich. Denn wenn die Mittelschicht immer weniger Geld in der Tasche hat, wird sie sich vermutlich auch kein iPhone mehr leisten und auch an der Microsoft-Software sparen.

Hier ein kurzer Blick auf die Barbestände der Firmen im zweiten Quartal 2017 (Quelle: Business Insider) 
Apple    261,5 Mrd US-$
Microsoft    133 Mrd US-$
Alphabet (Google)    94,7 Mrd US-$ 
Cisco    68 Mrd US-$ 
Oracle    66,1 Mrd  US-$

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