Donnerstag, 12. Oktober 2017

Gold trennt Europäer und Amerikaner

Der Blick in die Statistiken der börsengehandelten Indexpapiere legt offen, wo sich die professionellen Investoren engagieren. Emerging Markets sind seit längerem angesagt, ebenso amerikanische und europäische Aktien sowie hochverzinsliche Unternehmensanleihen. Beim Thema Gold scheiden sich aber die Geister.

Erstmals seit Dezember 2016 haben die Investoren der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) mehr Geld aus den börsengehandelten Gold-Papieren abgezogen als investiert. Die Amerikaner dagegen kauften im September in großem Stil zu, wie aus den Daten des weltweit größten Vermögensverwalters BlackRock hervorgeht. Rund 2,5 Milliarden Dollar wanderten in Gold-Papiere, soviel wie seit Mitte 2016 nicht mehr. Offensichtlich setzen die amerikanischen Großanleger derzeit mehr auf Sicherheit als die Europäer.

Insgesamt ist der Boom der börsengehandelten Indexpapiere ungebrochen. Allein in den ersten neun Monaten 2017 wanderte mehr Geld in Exchange Traded Products (ETPs) als in den zwölf Monaten zuvor. Das verwaltete Vermögen stieg zuletzt auf knapp 4400 Milliarden Dollar.  

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