Montag, 23. Oktober 2017

Was macht eigentlich... die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt?

Japan - dieses Land ist im Vergleich zu schon länger vergangenen Zeiten weitgehend aus dem Fokus der Anleger geraten. Denn Jahrzehnte lang steckte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt in immensen Schwierigkeiten und der Aktienmarkt trat unter heftigen Schwankungen auf der Stelle. Das ist jetzt anders.

Seit fast zwei Jahren boomt das Land der aufgehenden Sonne wieder und lässt Börsianer lächeln, denn der Leitindex Nikkei 225 hat ein 21-Jahres-Hoch erklommen. Ministerpräsident Shinzo Abe führte Japan in den vergangenen Jahren aus einer endlosen Schleife von Stagnation, Deflation und Außenhandelsdefiziten. Seine "Abenomics" wie die Politik der hohen Staatsausgaben und des leichten Geldes genannt wird, wirkt endlich.

Belohnt wurde das nun mit einem klaren Sieg von Abe bei den Wahlen. Damit ist klar, dass Japans Wirtschaft weiter vom Staat unterstützt wird. Natürlich gibt es einige schwere Probleme – zum Beispiel die extreme Staatsverschuldung: Mit weit mehr als 200 Prozent des BIP steht der japanische Staat sogar tiefer in der Kreide als Griechenland. Und Japan liegt nun einmal nahe an Nordkorea, wenn die Krise dort hochkocht, flüchten viele aus den benachbarten Ländern in den Yen und verschlechtern so Japans Wettbewerbsfähigkeit.

Dennoch scheint das Konzept aufzugehen. Japan wächst wieder kräftig - und einiges spricht dafür, dass es ein fester Bestandteil auf den Kaufzetteln internationaler Anleger bleibt.


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