Donnerstag, 16. November 2017

US- und Schwellenländer-Aktien favorisiert

Es scheint so, als hätten die professionellen Investoren im Oktober ein gutes Händchen gehabt, als sie vor der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse bei US-Aktien kräftig zukauften.

Denn die Zahlen lagen deutlich über den Erwartungen. Obendrein sorgte auch die Diskussionen um niedrigere US-Unternehmensteuern für gute Stimmung. Langsam macht sich jedoch Skepsis breit, denn das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 für den S&P 500-Index liegt deutlich über den historischen Durchschnittswerten. Dies, zumal auch an der Zinsfront Gefahr aufzieht – und höhere Zinsen sind nun mal Gift für die Aktienmärkte.

Laut der neuesten Statistik für börsengehandelte Indexprodukte (ETP) von BlackRock, aus der sich die Aktionen der professionellen Investoren gut ablesen lassen, landete im Oktober nahezu die Hälfte (30,5 Mrd. Dollar) aller Mittelzuflüsse in Aktien-ETFs auf US-Titel.

Hoch in der Gunst der Anleger standen neben US-Aktien auch Schwellenländer-Aktien. Hier waren die Investoren vor allem in der Woche vor dem Parteikongress in China auf Einkaufstour. Insgesamt flossen im Oktober in ETF auf globale Emerging-Market-Indizes 4,6 Milliarden Dollar.

Der Markt für börsengehandelte Indexpapiere boomt unverändert. Wenn weiter so viel Geld in den ETF-Markt fließt wie in den vergangenen Monaten, verwalten ETFs am Jahresende mit geschätzten 4,7 Milliarden Dollar doppelt so viel Geld als vor vier Jahren. Ende 2013 waren weltweit 2,36 Milliarden Dollar in den börsengehandelten Indexpapieren angelegt.

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