Dienstag, 30. Januar 2018

Rohstoffpreise: die beste Chance seit Jahrzehnten

Die Preise wichtiger Industrierohstoffe haben in den letzten Monaten deutlich angezogen, und mit ihnen die Rohstoffaktien. Aber es soll noch besser kommen, meint Jeffrey Currie, der bei Goldman Sachs den Bereich Commodities leitet. Er sieht jetzt die beste Ausgangslage für die Rohstoffmärkte seit Jahrzehnten erreicht.

Der Bloomberg Commodity Index, der die Preisentwicklung von 20 wichtigen Rohstoffen nachzeichnet, ist zwar in den letzten sechs Wochen um rund 10% geklettert. Trotzdem hinken die Preissteigerungen von Kupfer, Öl, Gold und Co. der Kursentwicklung des US-Aktienmarkts so weit hinterher wie noch nie in diesem Jahrtausend.

Currie vermutet, wie er in einem TV-Interview mit CNBC betonte, dass dass die massiven Geldflüsse vor allem in die großen US-Technologieaktien bisher Anlagemittel von den Rohstoffmärkten abgehalten haben. Das werde sich in diesem Jahr ändern, wenn man die Historie zu Rat ziehe. Eine stärkere Inflation, der Gleichlauf des Wirtschaftsaufschwungs in den großen Regionen und zunehmende Kreditnachfrage bilden seiner Ansicht nach den idealen Hintergrund für höhere Rohstoffpreise.

Die besten Aussichten billigt er den Metallen zu, bei denen vieles derzeit der Phase vor dem letzten "Superzyklus" Anfang des Jahrtausends ähnle. Seit mehr als sieben Jahren, so Currie, werde zu wenig in die Erschließung neuer Produktionsstätten investiert. Das hat das Rohstoffangebot gedrückt, während gleichzeitig dank der starken Weltkonjunktur die Nachfrage zunimmt.

Wie können Anleger vom möglichen "Superzyklus" profitieren, den Currie erwartet? Am einfachsten geht das mit ETFs auf Rohstoffindizes, wovon an den deutschen Börsen mehr als zwei Dutzend notiert werden. Noch lohnender dürfte es sein, Aktien von Bergbauunternehmen zu kaufen, entweder direkt oder mit Hilfe von ETFs auf Branchenindizes von Industriemetall-, Energie- oder Edelmetallaktien.

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