Freitag, 9. März 2018

Freitagsfrage: Was sind Token und wie unterscheiden sie sich von Bitcoin & Co?

Zunehmend populär unter Firmengründern - aber auch bei unseriösen Marktteilnehmern - wurde im vergangenen Jahr die Kapitalbeschaffung über #Initial Coin Offerings (ICOs). Dafür geben die Firmen eine Art neue Währung aus, so genannte Token. Mehr als 900 wurden im vergangenen Jahr angeboten. Sie unterscheiden sich erheblich von #Bitcoin & Co.

Token haben eigene Namen und werden zum Teil auch mit Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum gleichgesetzt, sie sind es aber nicht wirklich. Denn Kryptowährungen existieren für sich alleine, da sie auf einer eigenen Blockchain oder einer blockchain-ähnlichen Technologie basieren. Token hingegen nutzen diese vorhandenen Strukturen, sie funktionieren also nicht ohne eine Kryptowährung. Der Erwerb der Token wird daher häufig über bekannte Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum abgerechnet.

Das Ergebnis für Investoren ist allerdings mäßig, wie die Analyse von Bitcoin.com belegt: Von den 902 ICOs, die 2017 auf den Markt kamen, waren mehr als die Hälfte ein Flop. Der Verlust für Investoren: 233 Millionen Dollar. Zwar scheitern auch andere Start-ups in der Aufbauphase, doch die Zahl der Betrüger scheint hier deutlich höher. 113 Firmen der gut 900 Firmen werden als quasi gescheitert bewertet, da sie die Kommunikation über die Sozialen Medien eingestellt haben oder so klein sind, dass sie keine Überlebenschance haben.

Vor kurzem griff auch die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde SEC ein, sie lud mehrere Firmen vor und verlangte Auskunft über die Geschäfte. Denn die Token-Verkäufe sind offenbar häufig nicht gesetzeskonform, den Anbietern scheint das aber nicht immer klar zu sein. 


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