Donnerstag, 26. April 2018

Höhere Gewinne, größere Sorgen

An sich sind die aktuellen Quartalsergebnissen in den USA ein Traum für jeden  Börsianer: Rund zehn Prozent höhere Umsätze und zirka 25 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahresvergleich. Doch die Investoren schlafen trotzdem nicht mehr ganz ruhig.

Denn zum einen haben einige Firmen signalisiert, dass es schwer sei, die Erträge weiter in dem Tempo zu steigern und zum anderen bereitet der Zinsanstieg zunehmend Sorgen. Erstmals seit 2014 erreichte diese Woche die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen die 3-Prozent-Marke, das ist gut ein halbes Prozent höher als Ende 2017.

Gift für die Wirtschaft, denn höhere Zinsen bedeuten steigende Finanzierungskosten für die Unternehmen und auch eine höhere Zinsbelastung für Verbraucherkredite. Verbunden mit dem jüngsten Ölpreisanstieg droht die Inflationsrate zu klettern – und das wiederum belastet Konjunktur wie Börse.

Für das gesamte erste Quartal 2018 – bislang liegen rund ein Drittel der Ergebnisse der S&P 500-Unternehmen vor - erwarten die Analysten rund 20 Prozent höhere Quartalsergebnisse, das wäre der stärkste Zuwachs seit sieben Jahren. Laut dem Researchunternehmen Zacks sollen die Unternehmensgewinne im Gesamtjahr 2018 um 18,3 Prozent höher ausfallen, für 2019 werden 9,3 Prozent höhere Erträge erwartet.


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