Donnerstag, 19. April 2018

Onlinebroker – Gebühren werden teilweise teurer

Bei #flatex ist es bereits geschehen, bei der #ING-Diba steht es bevor: Die Orderkonditionen ändern sich, und für manche Kunden wird es teurer. Die wichtigsten Änderungen in aller Kürze.

Erst Negativzinsen für Privatkunden, dann erhöhte Ordergebühren vor allem bei Xetra und seit März nun auch im Geschäft mit den Börsen USA und Kanada: Die Kunden des Onlinebrokers flatex mussten in den letzten 12 Monaten mehrfach in einigen Bereichen tiefer in die Tasche greifen.

Nach der Verteuerung bei den börslichen Ordergebühren hat es nun die Orderkosten für den US- und Kanadahandel erwischt, die nun mindestens pro Order 15,90 Euro kosten plus Fremdspesen. Europäische Auslandsbörsen kosten dafür jetzt eine Festpreis von 15,90 Euro und damit zum Teil weniger als vor der Gebührenänderung. Dennoch bleibt flatex unter den Anbietern mit Sitz in Deutschland vergleichsweise günstig.

Auch Branchenprimus ING-Diba hat seine Wertpapierkunden nun über eine „neue Gebührenstruktur“ informiert, die ab Mitte Mai greift. Die Mindestprovision von 9,90 Euro wird abgeschaft. Künftig gibt es eine Grundgebühr von 4,90 Euro plus 0,25 Prozent Provision vom Kurswert. Das hat zur Folge, das kleinere Aufträge bis 2000 Euro Volumen günstiger werden als vorher, Orders oberhalb dieser Schwelle allerdings teurer werden. Auch die maximale Provision wird erhöht von 59,90 Euro auf 69, 90 Euro. Auch wer immer noch schriftlich oder telefonisch seine Wertpapieraufträge erteilt, muss mehr zahlen: Die dort verlangte so genannte „Servicegebühr" steigt von 9,90 Euro auf 14,90.

Gut möglich, dass die beiden nicht die einzigen bleiben, die ihre Preismodelle überarbeiten. 

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