Montag, 4. Juni 2018

Handelskrieg und Eurokrise - Na und?

Der Dax startet mit Schwung in die neue Woche. Dabei werden die Belastungen von politischer Seite immer heftiger. Das zeitigt zwar noch kaum direkte Auswirkungen auf die Finanzmärkte, birgt aber immerse Risiken.


Donald Trump macht Ernst. Und das nicht nur gegenüber Europa. Er geht in den Handelskrieg mit China, der EU, seinen Nafta-Partnern Kanada und Mexiko –  also so gut wie mit der ganzen Welt. So gut wie alle haben Beschwerde bei der Welthandelsorganisation WTO eingelegt, und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Beschwerden berechtigt sind. Doch helfen wird das nichts.

Denn bis die Fälle entschieden sind, wird es dauern – und bis dahin sind Fakten geschaffen. Firmen werden Umsatz verlieren, Produkte teurer werden und Arbeitsplätze verloren gehen. Die Unternehmensgewinne und damit letztendlich auch die Aktienkurse werden also weniger schnell steigen können oder sogar fallen. Auch in den USA. Eine schleichende Entwicklung, die Anleger bisher aber weitgehend ignorieren.

Auch eine drohende neue Eurokrise ist bisher in den Kursen nicht abzulesen. Und diesmal könnte es dramatisch werden. Denn Italien droht sich politisch von den Grundsätzen der Eurozone zu verabschieden und könnte die Gemeinschaftswährung damit sprengen. Das wäre vermutlich alles andere als schleichend und würde wohl eine weltweite Krise an den Finanzmärkten auslösen. Natürlich ist es viel zu früh, um in Panik zu verfallen, denn noch ist nicht ausgemacht, welche Maßnahmen die italienische Regierung tatsächlich ergreift.

Alles auf Aktien – das ist aber vermutlich nicht mehr die klügste aller Anlagestrategien.


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