Mittwoch, 13. Juni 2018

Reisetipps - Im Urlaub gut bei Kasse bleiben

Geht es bei Ihnen bald in die Sommerferien? Vor lauter Koffer packen und nach den Pässen kramen sollten Sie aber auch die Finanzen nicht vergessen. Wie kommen Sie im Urlaubsland an Bares und wie bezahlen Sie dort am besten?


Klar ist: Aus Sicherheitsgründen ist es nicht ratsam, mit prallem Bargeldbestand in den Urlaub zu starten. Je nach Reiseziel und Reiseart sollte man natürlich etwas Bargeld für die erste Taxifahrt, ein Essen oder auch die erste Übernachtung dabei haben. Schließlich kann es sein, dass man auf die Schnelle keine passende Tauschgelegenheit findet. Häufig ist es aber am günstigsten und auch recht problemlos, die Landeswährung direkt am Geldautomaten im Urlaubsland zu besorgen - meist funktioniert das schon am Flughafen in der Ankunftshalle. Dort ebenfalls zu findende Wechselstuben sind häufig teurer.

Bevor Sie aber mit der Karte Geld ziehen, erkundigen Sie sich sicherheitshalber nach den Konditionen Ihrer Bank für Abhebungen an Ihrem konkreten Urlaubsziel - und auch welche Karte Ihre Bank dafür empfiehlt. Einige Institute ermöglichen weltweit kostenlose Bargeldabhebungen mit der Kreditkarte, andere erlauben das nur europaweit.

Teilweise gibt es besondere Konto- oder Kreditkartenangebote, mit denen sich der Kunde im Ausland kostenfrei mit Bargeld versorgen kann. Einige Kreditinstitute haben sich mit Kooperationspartnern zusammengeschlossen, so dass ihre Kunden bei diesen auch im Ausland kostenlos am Geldautomaten abheben können. Sich vorab informieren und vergleichen hilft also Kosten zu sparen. Im Preis- und Leistungsverzeichnis sind die Kosten für den Auslandseinsatz aufgeführt.

Der Preis für Abhebungen am Automaten variiert je nach Kartenherausgeber, Reiseland und auch nach Karte – darüber kann nur der eigene Anbieter Auskunft geben. Bezahlt wird aber pro Transaktion – deshalb wird es teurer, wenn man mehrmals kleinere Beträge abhebt, warnt der Bankenverband. Zu groß dürfen die Abhebesummen aber auch nicht sein: Viele Automatenbetreiber im Ausland begrenzen den täglich verfügbaren Rahmen. Häufig sind dies 250 oder 300 Euro - unabhängig vom Kartenlimit der Hausbank.

Auf noch etwas sollte man Acht geben: Teilweise ist es  nötig, die Bankkarte für den Einsatz im Ausland frei zu schalten. Das ist häufig im Online-Banking-Konto oder direkt durch einen Anruf bei der Bank möglich. Im Zweifel besser vorher nachfragen, nicht dass man auf einmal im Urlaub die Karte nicht einsetzen kann.

Und noch eine Kostenfalle lässt sich vermeiden: Im Urlaubsort erhält am Geldautomaten oder auch an den Kassen oft das Angebot, den Betrag sofort von der Landeswährung in Euro umzurechnen. In der Regel ist das ein sehr schlechtes Geschäft. Es gilt die Faustregel: Stets die Landeswährung wählen. Denn für die Direktumrechnung in Euro wird eine zusätzliche Gebühr berechnet und zudem bekommt man häufig einen schlechteren Wechselkurs berechnet.

Wer diese Aspekte berücksichtigt, kann seinen Urlaub finanziell unbeschwert genießen.

Mehr Beiträge vom finanzjournalisten blog



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen