Donnerstag, 12. Juli 2018

Japan steigt auf, die Emerging Markets ab

Haben politische Börsen wirklich kurze Beine? Die neuesten Daten über die Mittelzu- und -abflüsse bei börsengehandelten Indexprodukten (ETP) deuten derzeit etwas anderes an. Ein Blick, wo und warum professionelle Investoren, die großen Akteure in diesem Markt, kräftig umschichten (siehe Grafik).

Quelle: BlackRock, Grafik: finanzjournalisten
Die Profis hatten lange auf einen Aufschwung der Emerging Markets gesetzt und massiv investiert. Doch nun ziehen sie Gelder ab, vornehmlich aus Angst vor den negativen Auswirkungen des Handelskriegs.
Amerikanische Blue Chips, die großen Standardwerte, flogen ebenfalls aus den Depots, so die neuesten Daten von BlackRock zur Entwicklung von börsengehandelten Indexpapieren, kurz ETP.

Die Zahlen umfassen die weltweiten Mittelzu- und -abflüsse und belegen, dass die Politik von US-Präsident Donald Trump die Märkte derzeit deutlich mehr beeinflusst, als vielen Investoren lieb sein kann.

Auch die Umschichtungen innerhalb der US-Titel sind eine Folge der Politik. Insgesamt flossen seit Jahresbeginn knapp 14 Milliarden Dollar in Exchange Traded Funds (ETF) auf US-Nebenwerte. Die Erwartung der Analysten: kleinere Unternehmen dürften stärker von der Unternehmenssteuerreform profitieren als die großen Firmen. Hinzu kommt, dass die vornehmlich global agierenden, großen Unternehmen unter der Stärke des Dollars leiden.

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