Dienstag, 18. Dezember 2018

Großanleger steigen jetzt in Gold ein

In der vorigen Woche haben Hedgefonds und andere Profianleger ihre Gold-Engagements deutlich aufgestockt. An der US-Warenterminbörse Comex hielten sie erstmals seit 21 Wochen wieder Netto-Long-Postionen, haben also stärker auf einen steigenden als auf einen fallende Goldpreise spekuliert. Den Goldpreis hat das in die Nähe der 1250-Dollar-Marke nach oben getrieben.

Eine so lange Phase mit Netto-Short-Positionen hat es seit dem Start der Statistik 2006 noch nie gegeben. Das zeigt, dass die Großanleger ihre Skepsis Gold gegenüber aufgegeben haben und zunehmend zu "Bullen" geworden sind. Der Sinneswandel kam nicht von ungefähr: Erstens hat die US-Notenbank Fed signalisiert, dass sie 2019 deutlich weniger Zinserhöhungen vornehmen wird als bisher erwartet. Das stützt das zinslose Edelmetall und ist auch ein Zeichen, dass die Fed die Wirtschaftsentwicklung deutlich negativer einschätzt als noch vor wenigen Wochen. Zweitens hat der Goldpreis die wichtige charttechnische Marke um 1240 Dollar überwunden, und das lockt ebenfalls Anleger an.

Der Aufbau von Long-Positionen durch Großanleger ist ein wichtiges Signal für weiter steigende Edelmetallpreise (auch bei Silber hat sich das Anlageverhalten der Großanleger zum positiven gedreht). Er unterstützt nun die schon seit längerem steigenden Käufe der Privatanleger und der Notenbanken. Vor allem Russland und China stocken ihre Goldvorräte kontinuierlich auf.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht denn auch in ihrem Jahresausblick für 2019 "extrem attraktive Einstiegskurse" bei Gold, Öl und andere Rohstoffe.

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