Mittwoch, 30. Januar 2019

Bezahlen mit dem Smartphone - die Deutschen entdecken es langsam

Möchten Sie in Skandinavien mit Bargeld zahlen, kann das inzwischen richtig schwierig werden. Anders in Deutschland, wo immer noch das Bargeld dominiert. Doch inzwischen wird auch hierzulande immer häufiger digital bezahlt. Das Jahr 2018 könnte die Wende gebracht haben.

Fast jeder dritte Bundesbürger hat nach einer aktuellen Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom schon mal mit dem Smartphone oder Smartwatch mobil bezahlt. Vor allem beim Einkaufen im Supermarkt ist mobiles Bezahlen beliebt. Der Marktstart von #Google Pay im Sommer 2018, dem "Mobilen Bezahlen" bei den #Sparkassen und zuletzt im Dezember #Apple Pay bei einigen ausgewählten Instituten könnten hierzulande den Durchbruch gebracht haben.

Laut besagter Umfragekönnen sich inzwischen 44 Prozent der Deutschen vorstellen, beim Bezahlen künftig komplett auf Bargeld zu verzichten, die Mehrheit ist aber weiterhin anderer Meinung. „Schon bald werden sich auch bei uns digitale Bezahlformen durchsetzen. Insbesondere das mobile, kontaktlose Bezahlen spart Verbrauchern Zeit und reduziert lange Schlangen an Kassen oder Fahrkartenautomaten“, ist Bitkom-Präsident Achim Berg überzeugt.

Auch Katarina Barley zeigte sich auf dem "Safer Internet Day 2019" in Berlin am 29. Januar dafür offen: „Neue digitale Bezahlmethoden bringen viele Vorteile – für Kundinnen und Kunden als auch für den Einzelhandel“, findet  Barley. Sie gibt aber auch zu bedenken, dass Verbraucherinnen und Verbraucher insbesondere dann neue Bezahlmethoden akzeptieren und nutzen werden, „wenn sie ihnen vertrauen und das Bezahlen damit gleichzeitig unkompliziert möglich ist“.

Vor allem den eigenen Hausbanken sprechen die Verbraucher das größte Vertrauen beim Thema Mobiles Bezahlen zu. Die Banken sind meiner Meinung nach gut beraten, diesen Vertrauensvorschuss rasch zu nutzen. Einfache und bankengruppenübergreifende Lösungen sind angebracht.

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