Freitag, 1. Februar 2019

Freitagsfrage: Was bringt Trumps Superdeal mit China?

Darunter geht es bei Donald Trump natürlich nicht: Den "größten Handelsdeal aller Zeiten" will er mit China nun abschließen. Angeblich spricht einiges dafür, dass sich die beiden Wirtschaftssupermächte demnächst einigen werden und die Strafzölle der Vergangenheit angehören. Was bringt das der Weltwirtschaft?

China will angeblich das Handelsdefizit mit den USA besser ausgleichen und selber mehr Waren aus den USA importierten – darunter Sojabohnen, die vor allem von Trumps Stammwählern angebaut werden. 5 Millionen Tonnen täglich sagte Trump zunächst, seien die vereinbarte Menge. Das Weiße Haus stellt allerdings später klar, dass es zwar 5 Millionen Tonnen seien, aber nicht täglich.

Doch gerade der Sojabohnendeal symbolisiert, dass das Handelsabkommen vor allem China und den USA nutzen dürfte und weniger dem Rest der Welt. Zudem ist der Schaden aus dem Handelsstreit der vergangenen Monate bereits sehr groß und so schnell nicht wieder aufzuholen: Immerhin hat er zu dem weltweite Konjunkturabschwung beigetragen, mit dem sich nun auch die USA konfrontiert sehen.

Einen positiven Aspekt könnte das ganze Theater für die Weltwirtschaft dennoch tatsächlich haben. das muss man selbst dann zugeben, wenn man Trumps "America First" Politik grundsätzlich ablehnt. Der Handelsstreit hat China zum Umdenken in Sachen Investitions- und Patentschutz geführt – zumindest auf dem Papier. Im Eiltempo verabschiedete die Regierung in Peking vor den neuerlichen Gesprächen mit den USA ein Gesetz, nach dem ausländische Investitionen im Reich der Mitte zum Beispiel bei Subventionen besser gestellt werden und der Zwangstransfer von Technologie eingeschränkt werden soll.

Das ist schon lang überfällig und wird allen ausländischen Investoren und Unternehmen helfen , die in China Geschäfte machen.


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