Freitag, 3. Juli 2020

Freitagsfrage: Warum gehen Nikola und Hyliion via Reverse Merger an die Börse?

Bild: Nikola Motors
Ein #Reverse Merger beim Börsengang ist eher selten, doch nun wählt nach #Nikola Motors ein zweiter LKW-Hersteller in den USA innerhalb weniger Wochen diesen Weg. Was bewegt Firmen zu diesem Schritt, und wie funktioniert ein Reverse Merger überhaupt?

Übersetzt bedeutet Reverse Merger: umgekehrte Fusion, teils wird das Prozedere auch Cold IPO, also kalter Börsengang, genannt. Das klingt erst mal verwirrend, ist aber schnell erklärt: Eine Firma wie zum Beispiel Nikola Motors sucht sich eine andere Aktiengesellschaft, die bereits an der Börse gehandelt wird, fusioniert mit dieser und ändert den Namen der börsennotierten Firma wieder in ihren eigenen.  

Ziel von VectoIQ war ein Reverse IPO 
Nikola Motors Partner war VectoIQ, eine Firma, die von ehemaligen GM-Managern gegründet und 2018 an die Börse gebracht wurde. Beim Börsengang von VectoIQ wurden 20 Millionen Aktien im Wert von 10 Dollar an der Börse platziert, Gesamtwert der Firma war also 200 Millionen. VectoIQ hatte kein operatives Geschäft, die Firma wurde nur zum Zweck einer Fusion mit einem anderen Partner gegründet.

Da #VectoIQ bereits an der Börse gehandelt wurde, ersparte sich Nikola Motors das aufwändige Prozedere vor dem Börsengang und vor allem Zeit. Denn für gewöhnlich müssen Firmen in den USA rund 3-6 Monaten einplanen, bis alle Formalitäten erledigt sind und die Aktie tatsächlich an der Börse gehandelt wird. 

Mit Hyliion steuert noch ein LKW-Hersteller an die Börse
Übrigens: Ein angehender Konkurrent von Nikola Motors drängt derzeit ebenfalls an die Börse: #Hyliion. Partner ist #Tortoise Acquisition. Im Gegensatz zu Nikola Motors, die auf Wasserstoff-Technologie setzen, setzt Hyliion auf batteriegetriebene LKWs. 

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